Gesunde Antwort auf Misere des Schulzwangs

Aller guten Dinge sind drei: Zunächst prangerte Norbert Blüm (CDU) an prominenter Stelle wiederholt die Verstaatlichung von Kindern durch totalitär anmutende Verschulung an. Nun setzt der ehemalige Arbeits- und Sozialminister sich öffentlich für Hausunterricht ein.

“Schule” ist längst nicht mehr nur lesen, rechnen, schreiben lernen. Heute haben wir es vielmehr mit Vereinnahmung durch Anmaßung zu tun.

Bekannt für seine unumwundene Sprechweise, läßt Norbert Blüm kein gutes Haar am deutschen Bildungssystem. Das langjährige Kabinettsmitglied der Regierung Kohl benannte zunächst in ZEIT-online und dann in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Symptome der ins Totalitäre gehenden Verschulung. Mit klarer Sprache verurteilte Blüm die tendentielle Zerstörung von Kindheit und Familie durch ein überbordendes Schulwesen.

Doch nun geht der CDU-Politiker einen folgerichtigen Schritt weiter: “Ich bin gegen das staatliche Bildungs- und Erziehungsmonopol und betrachte Eltern, die ihre Kinder verantwortungsvoll zu Hause unterrichten, als gesunde Antwort auf ein anmaßendes Schulsystem.” Blüms Einsatz für Hausunterricht als Konsequenz aus der analysierten Schulzwangmisere hatte bislang noch gefehlt.

Unverblümt legt Blüm den Finger in die Wunde: Das heutige Bildungssystem bemächtige sich gewaltsam der Kinder und ignoriere die wichtige Rolle, die Eltern in Bildung und Erziehung spielen müßten: “Heute beobachte ich die totale, widerrechtliche Aneignung der Kinder durch Schule. Kinder werden ausgelaugt, indem sie ihr Zuhause früh am Morgen verlassen müssen und erst spät abends wieder zurückkehren.”

“Blüm sagt, wozu niemand sonst sich traut”

Diese Aussagen, mit denen der Altminister sich für die Freiheit von Eltern in Bildungs- und Erziehungsdingen starkmacht, sind Teil seines Grußwortes auf der “Global Home Education Conference” (GHEC 2012), die vom 31. Oktober bis 4. November 2012 in Berlin stattfinden wird. Jonas Himmelstrand, Leiter der schwedischen Hausunterricht-Vereinigung ROHUS und Vorsitzender des GHEC-Vorstandes, äußerte sich erfreut über die Unterstützung des bekannten Politikers:

“Blüm ist der höchstrangige deutsche Politiker, der öffentlich die Notwendigkeit eingesteht, daß der Staat seinen Eltern Bildungsfreiheit einräumen muß. Als ehemaliger Arbeitsminister der Regierung Kohl können Blüms Aussagen schwerlich von seiner Partei ignoriert werden.” Der internationale Rechtsanwalt für Hausunterricht und Schriftführer der GHEC 2012, Michael Donnely, betonte ähnliches:

“Norbert Blüm sagt, was sonst niemand in Deutschland bereit ist, auszusprechen: daß Deutschlands Bildungsmonopol mit der eisernen Faust Kindern und Familien schadet. Ich hoffe, daß Angela Merkel und andere in ihrer Partei der Weisheit und dem Rat dieses deutschen Staatsmannes Gehör schenken und bald handeln. Eltern in Deutschland sollten wie Millionen andere in der Welt ihre Kinder zu Hause unterrichten können.”

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