Das Schweigen des Häuptlings

Petition für die Freiheit –

Der Kampf um Freiheit braucht Symbole. Familie Romeike aus  Bissingen wurde zu so einem Symbol. Symbolträchtig ist auch eine Unterschriftenaktion ans Weiße Haus. Sie setzt sich für den Verbleib der deutschen Hausunterrichter in den USA ein.

Nach 20 Tagen war das Ziel schon erreicht: Aktuell wollen 122.000 Personen, daß U.S.-Präsident Obama zu Hausunterricht als grundlegendem Freiheitsrecht Stellung nimmt – Tendenz steigend. 100.000 Unterstützer innerhalb von 30 Tagen benötigt eine Petition an die Regierung, um eine offizielle Antwort zu erwirken. Obama selber verfügte diese Möglichkeit, Bürgerbegehren an höchster Stelle vorbringen zu können. Wohl oder übel muß das Weiße Haus sich nun einer Sache annehmen, die es bereits andernorts entschieden glaubte: Des „Falles Romeike“.

Seit Jahren bereitet die Familie aus Baden-Württemberg Obamas Generalstaatsanwalt Eric Holder Kopfschmerzen. 2008 suchten Hannelore und Uwe Romeike in den USA Schutz vor deutschen Behörden. Man hatte gedroht, ihre Kinder wegzunehmen, wenn Romeikes sie weiterhin selber unterrichteten. 2010 erkannte ein amerikanischer Richter auf Asyl: die Sicherheit der Familie sei im totalen Schulstaat Deutschland nicht gewährleistet. Der daraufhin erfolgte deutsche Aufschrei  über die „Brüskierung eines Verbündeten“ wirkte hinter den Kulissen fort: Holder erhob Einspruch und kam vorläufig damit durch.

Vielen ist diese Familie nicht egal

Am 23. April 2013 soll er vor einem Berufungsgericht in Cincinnati darlegen, warum die Familie wieder nach Deutschland muß. Aber auch Romeikes kommen zu Wort. Doch nicht in aller Heimlichkeit wird das geschehen, sondern vor den Augen einer wachsenden Zahl Anteilnehmender. Die amerikanische Homeschool-Lobby jedenfalls ist hellwach – vor Monaten schon startete sie durch: Inzwischen tauchen täglich neue Berichte über den Fall der Abzuschiebenden in U.S.-Medien auf. Das mühsam den Machthabern wieder abgetrotzte Ur-Recht der amerikanischen Familie – Unterricht in den eigenen vier Wänden – scheint in Gefahr zu sein. Seit dem 18. März können Unterstützer aus aller Welt in einem abgesicherten online-Verfahren persönlich für die Familie vorsprechen. Die große Resonanz auf die bis zum 18. April 2013 währende Aktion ist geeignet, den Druck auf das Berufungsgericht in Cincinnati zu erhöhen. Jede Unterschrift – auch die noch hinzukommenden – ist ein Signal an die Regierung, daß sehr viele,  nicht nur Amerikaner, am Schicksal einer einzelnen Familie Anteil nehmen. Denn Freiheitsrechte stehen hier auf dem Spiel.

Die Causa Romeike macht den Kampf ums Recht kampagnenfähig. Sie gibt diesem Kampf neben einem Namen auch ein Gesicht. Das Recht auf Hausunterricht betrifft alle, denen Bildung, Erziehung – und Freiheit – nicht egal ist. Und die Kinder nicht als Staatseigentum verstehen. In Deutschland hingegen ist es mit derartigem Elternrechtnicht weit her. Vor 75 Jahren vom ewigen Unhold einkassiert, pfeifen auch gegenwärtige Machthaber auf alles, was Eltern, Kindern und Familienwirklich frommt. Die deutsche demokratische Demokratie, sie schmückt sich mit absoluter Schulhauspflicht. Nur deshalb gerät Obama jetzt in Zugzwang.

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