„Dieselbe Verfolgung wie vorher“

Obamas Einspruch gegen Romeikes Asyl bestätigt –

Ein amerikanisches Berufungsgericht in Cincinatti, Ohio, hat dem Einspruch der U.S.-Regierung stattgegeben, wonach Uwe und Hannelore Romeike mit ihrer Familie kein Asyl zu gewähren sei.

Uwe und Hannelore Romeike vor der Urteilsverkündigung auf den Stufen des Sixth Circuit Court of Appeals, dem zweithöchsten U.S.-Berufungsgericht in Asylfragen.

Das Elternpaar war im Jahr 2008 mit seinen damals fünf Kindern aus Bissingen, Baden-Württemberg, mit einem Besuchervisum in die USA gereist und hatte dort Asyl beantragt. Die überzeugten Christen waren durch das Verhalten deutscher Schulbehörden, die den Hausunterricht der Romeikes mit Polizeigewalt und Sorgerechtsentzug zu unterbinden versuchten, zu dem Schluß gekommen, daß nur eine Auswanderung die familiäre Integrität gewährleiste. 2010 beschied ein Asylrichtert in Tennessee, USA, daß Romeikes Zuflucht zu gewähren sei: Der deutsche Schulzwang sei ein totalitäres Relikt, das grundlegenden Freiheitsrechten widerspreche. Es sei unverantwortlich, die Familie nach Deutschland zurückzuschicken und sie wissentlich der behördlichen Verfolgung preiszugeben. Dem Einspruch gegen jenes Urteil durch den U.S.-Generalstaatsanwalt Eric Holder wurde zwei Jahre später stattgegeben, die Berufung der Romeikes hiergegen ist am 14. Mai 2013 von einem dreiköpfigen Richtergremium abgelehnt worden.

Das amerikanische blog-Magazin „LifeSiteNews“ zitierte Uwe Romeike, einen Klavierlehrer, vor der Urteilsverkündigung mit den Worten: „Wenn das Gericht unser Asyl vollständig ablehnt, bedeutet das, daß sie uns nach Deutschland zurückschicken, wo wir dieselbe Verfolgung vorfinden würden, wie vor unserer Auswanderung.“ Michael Farris, Rechtsanwalt der größten amerikanischen Rechtsschutzvereinigung für Hausunterrichter – HSLDA -, erklärte nach dem Urteil gegenüber „LifeSiteNews“: „Wir glauben, daß das Berufungsgericht falsch liegt, wir werden Einspruch dagegen einlegen.“ Farris ergänzte, daß Amerika „für diese Familie Platz hat, und wir werden alles tun, um ihnen zu helfen.“ Co-Anwalt Mike Donnelly betonte, daß das Berufungsgericht „Berge an Beweisen“ zu der Tatsache ignoriert habe, daß Hausunterrichter in Deutschland mit hohen Strafgeldern belegt und ihnen das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen würden. Das seien Dinge, die die meisten Menschen als „Verfolgung“ bezeichnen würden.

Die nächsthöhere Gerichtsinstanz, die Romeikes jetzt anrufen können, ist das amerikanische Verfassungsgericht, der Supreme Court. Allerdings wird HSLDA, das die Familie rechtlich vertritt, zuvor eine erneute Anhörung vor dem Berufungsgericht in Cincinatti beantragen. Dann sollen alle 15 derzeit dort amtierenden Richter über das Urteil befinden. Unterdessen hat eine online-Petition an das Weiße Haus, die sich für den Verbleib der deutschen Hausunterrichter in den USA einsetzt, über 123.000 Unterschriften auf sich vereint. 100.000 Unterstützer sind erforderlich, damit das Weiße Haus sich des Anliegens annimmt und Obama offizielle hierzu Stellung nimmt.

3 Kommentar(e) für “„Dieselbe Verfolgung wie vorher“

  1. Jennifer
    4. März 2014 at 14:11

    Ich selbst war Lehrerin an öffentlichen Schulen und unterrichte jetzt als Professorin. Nachdem was ich alles als Lehrerin gesehen und erlebt habe, werde ich meine Kinder selbstverständlich auch zuhause unterrichten. Daß sich Deutschland so dagegen stellt…da ist es mir fast peinlich, Deutsche zu sein! Warum haben wir keine Rechte mehr??! Als Eltern, sollten wir nicht selbst und frei entscheiden können, was am Besten für unser Nachwuchs ist?!?!! Es muß sich was ändern, und zwar bald!

  2. Gisela Uijs
    15. November 2013 at 13:30

    Ich habe selber mein Kind zu Hause unterrichtet, und in der Zeit wurde auch unter Zwang der Internationale in Namibia das Recht auf Hausunterricht abgeschaft. Wir haben weiter gemacht!!! … Ist es nicht eigenartig, alles wird erlaubt, nur der lebendige Glaube an Jesus Christus und die dierekte Konsequenz daraus wird unterdrückt?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

69 − = 59